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Dez
Double Opt In – Die Voraussetzung für Email-Marketing
Geschrieben von Norbert Kloiber  

Der Zusammenhang zwischen Double Opt In und Email-Marketing

Email-Marketing ist eine sehr gute Form, um den Kontakt zum Kunden zu festigen und um diesen so dauerhaft an das Unternehmen zu binden.

Double Opt InEine informativ gestaltete Werbemail wird vom Kunden positiv aufgenommen und viele Kunden entschließen sich daraufhin zum Kauf der angebotenen Waren oder zur Nutzung der Dienstleistungen. Doch gibt es einige wichtige Punkte, die bei einer Email-Marketing-Kampagne unbedingt berücksichtigt werden müssen. Ein sehr wichtiger Punkt ist dabei das Double Opt In.

Weshalb ist Double Opt In notwendig?

Double Opt In könnte auf mit „doppelter Einwilligung“ übersetzt werden. Dies ist eine Bezeichnung für die formale Einverständniserklärung, die der Kunde für die Teilnahme am Email-Marketing geben muss.

In Deutschland gelten recht strenge Richtlinien hinsichtlich des Datenschutzes. Es ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, die persönlichen Daten eines Menschen zu speichern. Da die Email-Adresse nach dem Datenschutzgesetz ebenfalls zu diesen persönlichen Daten zählt, ist es beim Email-Marketing sehr wichtig, diese Richtlinien zu befolgen. Sonst können Abmahnungen mit empfindlichen Strafen drohen.

Grundsätzlich dürfen die Daten nur mit der Zustimmung der betroffenen Person gespeichert werden. Diese muss ausdrücklich erfolgen und ist jederzeit widerrufbar.

Ein kleiner Hinweis auf einer Webseite ist beispielsweise nicht ausreichend. Um dem Email-Marketing eine rechtlich zulässige Grundlage zu geben, wurde das Double Opt In erfunden. Double Opt In macht den Prozess der Datenerhebung zwar etwas komplizierter, doch ist es die einzige Möglichkeit, Daten gesetzeskonform zu erheben.

Wie funktioniert Double Opt In?

Für Double Opt In ist es zunächst notwendig, auf der Internetseite ein Formularfeld einzufügen, in dem der Nutzer seine Emai-Adresse angeben kann. Außerdem muss für das Double Opt In eine Checkbox vorhanden sein, mit der der Kunde bestätigen kann, dass er regelmäßige Informationen per Email erhalten will. Dabei ist es wichtig, die Seite so zu gestalten, dass die Checkbox nicht bereits von Beginn an aktiviert ist. Für eine rechtskräftige Einverständniserklärung ist dies eine Voraussetzung. Doch ist mit dieser Angabe die Willenserklärung für den Gesetzgeber noch nicht ausreichend dokumentiert.

Hier kommt nun Double Opt In ins Spiel. Denn nachdem diese Daten aufgenommen wurden, muss der Anbieter dem Kunden eine Mail zuschicken, die die Anmeldung zum Newsletter bestätigt. In dieser Mail ist entweder ein Link für die Aktivierung enthalten oder der Kunde wird dazu aufgefordert, auf die Mail zu antworten, um den Newsletter zu abonnieren. Erst wenn der Kunde hier nochmals einwilligt, ist das Double Opt In Verfahren abgeschlossen.

Das Double Opt In bietet für den Anbieter einige Nachteile. Auf diese Weise ist zum einen der Programmieraufwand für die Website höher, da der automatische Versand der Email eingefügt werden muss. Alternativ kann der Anbieter die Mails auch von Hand schicken, doch bei größeren Betrieben wäre dies ein erheblicher zeitlicher Aufwand. Zum anderen führt Double Opt In auch dazu, dass einige Kunden zwischen dem ersten und dem zweiten Schritt den Vorgang abbrechen. Allerdings ist die Zahl der Abbrecher insbesondere bei den Menschen hoch, die ohnehin nur ein geringes Interesse am Thema aufweisen. Menschen, die sich ernsthaft für das dargebotene Thema interessieren und bei denen so auch die Wahrscheinlichkeit für einen Kauf des Produkts erheblich höher ist, werden in der Regel auch in den Empfang von Emails, im Rahmen des Email-Marketing, durch klicken des Aktivierungslinks, einwilligen.